Unsere Veranstaltungen im Schuljahr 2017/18


Donnerstag, 5. Oktober 2017

18.30 Uhr, Münster Neuberg
Konzert mit "Trompeten und Orgel"
u.a. mit Bernhard Hirzberger und
Michael Koller

Anton Webern

Die Tochter von Anton Webern

Geboren am 3.12.1883 in Wien
Gestorben am 15.9.1945 in Mittersill

Österreichischer Komponist, Dirigent, Musikvermittler

Anton Webern hielt sich zwischen 1912 und 1926 unzählige Male in Mürzzuschlag auf. Ein Onkel seiner Frau besaß im Haus Wienerstraße Nr. 26 eine Fleischhauerei. Eine vom Mürzzuschlager Bildhauer Josef Pillhofer gestaltete Bronzetafel erinnert an die Aufenthalte des Komponisten in Mürzzuschlag.

Musik von Anton Webern wird in Mürzzuschlag seit rund 30 Jahren aufgeführt. Damals war noch nicht bekannt, dass sich Webern je in Mürzzuschlag aufgehalten hat.

Die erste Aufführung eines Werkes Weberns fand im Juni 1977 statt, Hannes Moscher und Astrid Del Fabro musizierten in einem Konzert der Johannes Brahms Musikschule die „Vier Stücke für Violine & Klavier op. 7".

Die Musik des 20. Jahrhunderts hatte und hat in Mürzzuschlag einen hohen Stellenwert:

Das Mürztaler Sinfonieorchester spielte unter Ernst Smole in Anwesenheit von Nuria Nono–Schönberg, der Tochter Schönbergs bzw. der Witwe von Luigi Nono, Schönbergs „Ein Überlebender aus Warschau“, sowie die 1. Kammersinfonie.

Das ungarische Savaria Sinfonieorchester (Szombathely) bestritt 1996 unter Ernst Smole die ungarische und die österreichische Erstaufführung von Strawinskys „Le Sacre Du Printemps“.

Das kunsthaus ensemble bzw. das Kammerensemble der Johannes Brahms Musikschule spielte zahlreiche Uraufführungen u.a. von Franz Koringer, Hans Werner Henze, Herbert Marinkovits, Karlheinz Essl u.a. .

Zahlreiche Gastorchester führten in Mürzzuschlag wichtige Werke des 20. Jahrhunderts bzw. der Gegenwart auf.

Die Komponisten Hans Werner Henze, Mauricio Kagel, Karlheinz Stockhausen, Gottfried von Einem, Nigel Osborne hielten bzw. halten in Mürzzuschlag Kompositionskurse ab, gestalteten Personalkonzerte und waren bei Symposien zu Gast.

 Im Jahre 1998 wurde der Konzertsaal des Kunsthauses Mürzzuschlag in Anwesenheit der jüngsten Tochter Anton Weberns, Dr. Maria Halbich, in „Anton Webern Saal“ umbenannt. Das Kammerensemble der Johannes Brahms Musikschule spielte unter Ernst Smole Weberns „Konzert op. 24“.
Weberns Tochter erzählte aus diesem Anlass über die Mürzzuschlager Aufenthalte:

„Der Vater war immer sehr nervös, er brauchte Stille. Wir Kinder waren natürlich immer sehr laut. Da mietete er sich hoch über Mürzzuschlag (Pernreitsiedlung/Scheibenweg) in einer Villa ein Zimmer, in dem er ungestört arbeiten konnte“.

Webern war ein Naturfreund und Bergsteiger; die Rax, den Schneeberg und die Schneealpe hat er zahllose Male bestiegen. Begeistert berichtete er in Briefen u.a. an Alban Berg und Arnold Schönberg über seine Bergerlebnisse.

Die Inspiration für die Verwendung der Kuhglocken in den „Orchesterstücken op. 10" erhielt Webern in der Bergwelt des Mürztales.

Eine kurze Anmerkung zum Schluss:
Anlässlich der Aufführung der „Orchesterstücke op. 10" bestellte die Johannes Brahms Musikschule bei einem Großhandelsbetrieb für Landwirtschaftszubehör die nötigen Kuhglocken.

Seither befinden wir uns offenbar in der Kundenkartei dieser Firma, und so erhalten wir jetzt auch Kataloge über Melkmaschinen und Schlachtschussapparate.......